Female Fronted Rock Festival III – 27.2.2026

 

 

Wenn Leidenschaft, Überzeugung und kompromisslose Live-Musik aufeinandertreffen, entsteht genau das, wofür die Rock- und Metal-Szene lebt: ehrliche Momente, laute Gitarren und ein Gemeinschaftsgefühl, das weit über einen gewöhnlichen Konzertabend hinausgeht. Genau dieses Statement setzt das dritte Female Fronted Rock Festival, das von Time For Metal erneut exklusiv als Medienpartner begleitet wird. Austragungsort ist der Orange Club der TraumGmbH, eine längst etablierte Adresse für harte Klänge in Kiel.

Organisiert vom engagierten Team des Female Fronted Rock e. V., steht das Festival inzwischen sinnbildlich für Sichtbarkeit, Förderung und Empowerment innerhalb der Rock- und Metal-Community. Was einst als mutige Idee begann, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer festen Institution im Norden. Getragen wird es von Idealismus, ehrenamtlicher Arbeit und einer klaren Mission: Female Fronted Bands eine Bühne zu geben, ohne sie auf ein Klischee zu reduzieren.

Eigentlich sollte die dritte Ausgabe größer werden als je zuvor. Fünf Bands waren angekündigt, das Line-Up vielseitiger denn je. Doch Rock ’n‘ Roll wäre nicht Rock ’n‘ Roll ohne spontane Herausforderungen. Am Morgen des Festivals musste die Bremer Band Decision & Choices krankheitsbedingt absagen. Trotz intensiver Bemühungen ließ sich kurzfristig kein Ersatz organisieren.

Als wäre das nicht genug gewesen, sorgt ein unerwarteter Busfahrerstreik in Kiel zusätzlich für erschwerte Bedingungen. Die etwas außerhalb gelegene Location bleibt für viele Besucher somit schwer erreichbar, das erhoffte „Sold Out“ rückt dadurch außer Reichweite. Doch anstatt die Stimmung kippen zu lassen, zeigt sich genau hier der Spirit des Festivals: improvisieren, zusammenhalten, weitermachen.

Während die Bühne noch leer bleibt, übernimmt Praxis Dr. Mosh musikalisch das Kommando. Hinter den Kulissen brennt noch ein ganz anderes Feuer. Die Macher vom Rock Area A7, Rock Op De Hütt, dem Wurmloch Festival und Ingo Paulsen der pst.events GbR treffen sich zum Network Meeting, das sich als ein echtes Power-Date herausstellt. Es soll der Funke sein, der einen Flächenbrand in Schleswig-Holstein auslöst. Ein besonderer Gänsehautmoment folgt zur offiziellen Eröffnung: Gemeinsam mit Festivalorganisatorin Daniela Eckhold betritt Thrash-Metal-Ikone Sabrina Classen die Bühne. Am Stand des Szeneprojekts Metality stellt sie ihr neues Buch Laut.Stark.Leben.: Zur Hölle Mit Den Selbstzweifeln! vor, doch damit nicht genug. Vor begeistertem Publikum verkündet sie ihre Rückkehr aus der musikalischen „Rockerrente“. Nach dem finalen Abschied mit Holy Moses Ende 2023 wird Classen dank der Initiative von Holger Hübner wieder live auftreten. Mit den Originalmitgliedern von Temple Of The Absurd wird sie auf dem Wacken Open Air eine Reunion-Show spielen. Eine Ankündigung, die im Publikum für spürbare Euphorie sorgt und dem Abend einen kleinen historischen Auftakt verleiht.

Den musikalischen Startschuss setzen anschließend Quiet Girl, eine junge All-Girl-Formation aus Lübeck, gegründet Anfang 2024. Trotz ihres jungen Alters präsentierten die Musikerinnen einen erstaunlich reifen Sound zwischen Alternative Metal, Post-Grunge, Punk und Hardcore. Druckvolle Riffs treffen auf emotionale Intensität, rohe Energie auf klare Botschaften. Der bewusst provokante Bandname steht sinnbildlich gegen gesellschaftliche Erwartungen, leise sein war gestern. Mit ihrer noch frischen Debüt-EP Don’t Be Quiet, die bewusst nicht über Spotify veröffentlicht wurde, setzt die Band ein Zeichen für künstlerische Unabhängigkeit. Songs über Selbstermächtigung und Identität treffen heute live genau den Nerv des Publikums. Spätestens hier wird klar: Diese Generation wartet nicht auf Chancen, sie nimmt sie sich.

Nahtlos geht es weiter mit Burnt Paradise aus der Region Husum. Seit ihrer Gründung 2020 kombiniert die Band Alternative-Rock-Elemente mit Grunge-Attitüde, Stoner-Einflüssen und eingängigen Pop-Melodien. Bereits ihre EP Cut It Up machte auf das Quartett aufmerksam, bevor mit dem Debütalbum Head Up High der nächste Entwicklungsschritt folgte. Live überzeugen Burnt Paradise durch intensive Bühnenpräsenz, authentische Emotion und spürbare Spielfreude. Die Band versteht es mühelos, das Publikum mitzunehmen. Von ruhigen Momenten bis hin zu druckvollen Refrains, die kollektiv mitgesungen werden. Genau diese Dynamik macht ihren Reiz aus.

Mit Tessia erreicht das Festival schließlich internationales Niveau. Die Formation aus Bergen verbindet progressiven und melodischen Death Metal mit Power- und Prog-Elementen. Growls und klarer Gesang wechseln sich technisch präzise ab und erinnern stellenweise an die Vielseitigkeit von Alissa White-Gluz, ohne dabei ihre eigene Identität zu verlieren. Konzeptveröffentlichungen wie The Cataclysm sowie die auch heute gespielten Singles Voidwalker und Beyond The Sanctum zeigen den kreativen Anspruch der Band. Ihr Sieg beim norwegischen Metal-Battle und große Festivalauftritte katapultierten Tessia bereits in den Fokus der europäischen Szene. Auch in Kiel liefern sie eine Performance ab, die eindrucksvoll beweist, warum sie zu den spannendsten Newcomern des modernen Metals zählen.

Den Abschluss gestalten die Kieler Lokalmatadoren Vertical Blinds. Mit kraftvollem Rocksound und Metal-Einflüssen bringen sie norddeutsche Direktheit auf die Bühne, auch wenn ihre technischen Probleme mit den In-Ears sie fast verzweifeln lassen. Besondere Aufmerksamkeit gilt ihrem Debütalbum Torn, dessen Geschichte fast filmreif ist: Bereits vor 13 Jahren aufgenommen, verschwand das Material nach einer Bandauflösung zunächst im Archiv. Erst mit neuer Besetzung wird das Album endlich veröffentlicht. Sie setzen damit ein Symbol für Durchhaltevermögen und musikalische Leidenschaft. Die Band beweist heute Abend eindrucksvoll, dass Zeit manchmal genau das Element ist, das Musik reifen lässt.

Wie schon bei den vorherigen Ausgaben gehört auch diesmal die große Festival-Tombola zum festen Bestandteil. Zu gewinnen gibt es unter anderem Tickets für das Baltic Open Air, Konzertkarten für eine Show im Marias Ballroom Hamburg, signiertes Equipment, exklusives Band-Merch sowie offizielle Festivalshirts.

Der begehrte Hauptpreis: eine von allen Bands signierte goldene Schallplatte. Längst ein emotionales Sammlerstück unter Stammgästen.

Jedes verkaufte Los unterstützt unmittelbar die Arbeit des Female Fronted Rock e. V., dessen Engagement weit über ein einzelnes Event hinausgeht. Der Verein fördert aktiv Nachwuchsbands, organisiert Netzwerke innerhalb der Szene und schafft Räume, in denen Diversität nicht Marketingstrategie, sondern gelebte Realität ist.

Ein Festival dieser Größenordnung funktioniert nur durch starke Unterstützung. Zu den Partnern zählen unter anderem das Baltic-Open-Air mit Daniel Spinler und Ingo Paulsen, Radio Bob!, Insound Kiel, JAK’s Hell Tonstudio, GrandPA Beschallungs- & Lichttechnik, Thomsen Werbemittel sowie die TraumGmbH. Kurz vor der Veranstaltung bekam der Verein sogar noch eine Förderzusage der Landesregierung.

Gemeinsam zeigen sie, dass Szene-Arbeit nur funktioniert, wenn Leidenschaft, Professionalität und gegenseitige Unterstützung ineinandergreifen. So wird Metality vom Female Fronted Rock Festival unterstützt. Einzig der Lichtmann der TraumGmbH des heutigen Abends muss sich einen Haufen Kritik gefallen lassen. Ganz anders der Mann am Ton. Was Jens Krabbenhöft da an Sound in den Club gemixt hat, war ganz großes Kino.

Das Female Fronted Rock Festival III ist trotz aller Herausforderungen ein voller Erfolg, oder vielleicht gerade deshalb. Es zeigt, dass Rock und Metal lebendig bleiben, wenn Menschen mit Überzeugung handeln. Hier geht es nicht um Trends, sondern um Haltung. Nicht um Quote, sondern um Qualität.

Die Botschaft des Abends ist klar: Female Fronted Rock ist kein Nischenkonzept, sondern ein selbstverständlicher Teil einer modernen Musikszene. Bands, Fans, Organisatoren und Unterstützer formten gemeinsam einen Abend voller Energie, Mut und Zukunft.

Oder anders gesagt: Laut. Stark. Lebendig. Genau so müssen Rock und Metal sein.

Female Fronted Rock Festival II – 28.2.2025

Die TraumGmbH in Kiel ist an diesem Freitagabend gut besucht. Neben einem Tanz-Event findet im Orange Club das Female Fronted Festival II statt, wodurch das Gewerbegebiet überfüllt ist. Veranstalter ist der neu gegründete Female Fronted Rock e.V., der Frauen in Rock und Metal unterstützt. Die Metality-Community informiert am Infostand über ihre Projekte.

Den musikalischen Auftakt macht Ax ’n Sex, eine Kieler Hardrock-Band mit langer Geschichte. Ihre Frontfrau Suzie Lohmar begeistert mit starker Bühnenpräsenz. Es folgt Witherbloom aus Hannover, die harte Riffs mit melodischem Gesang kombinieren. Gitarrist Felix verabschiedet sich mit einem Solo, da er die Band verlässt.

Als Nächstes bringt Firth Of Drangiss mit ihrer Frontfrau Lisa Wätjen den Saal mit kraftvollem Power Metal zum Beben. Ihre Songs rufen zu mehr gesellschaftlichem Engagement auf. Danach übernimmt Drive Hunt mit Sängerin Sabrina Sixx aus Regensburg die Bühne. Die junge Band beeindruckt mit kraftvollen Riffs und einer mitreißenden Performance.

Die traditionelle Tombola unterstützt den Female Fronted Rock e.V., mit Hauptpreisen wie einer signierten goldenen Schallplatte und einer gespendeten E-Gitarre. Den Abschluss des Abends bildet Dr. Mosh mit einer Rock- und Metal-Disco.

Das Festival wird als großer Erfolg gewertet. Die Zuschauerzahl verdreifachte sich, Technik und Merch-Verkauf liefen hervorragend. Viele Gäste wünschen sich eine Fortsetzung – das nächste Female Fronted Festival ist für 2026 geplant.

Female Fronted Rock Festival I – 1.3.2024

Die TraumGmbH in Kiel ist an diesem Freitagabend gut besucht. Neben einem Tanz-Event findet im Orange Club das Female Fronted Festival statt, was für eine familiäre Atmosphäre und volle Parkplätze sorgt. Der Vorverkauf lief schleppend, doch der Club füllt sich rasch. Veranstalterin Daniela Surberg, Sängerin von Vertical Blinds, eröffnet mit ihrer Band den Abend. Ihr melodiöser Hardrock kommt gut an, und das Publikum ist begeistert.

Als Nächstes betritt Pay Pandora die Bühne, eine energiegeladene Rockband aus Heide, die bereits mit namhaften Bands spielte. Da ihr Schlagzeuger abwesend ist, springt Sami Gayed von Soulsplitter ein. Trotz dieser Änderung präsentieren sie ein aktuelles Set mit neuen Songs.

Dann folgt Gebrüder Manns, bestehend aus vier Frauen, die seit den 90ern mit ihrem Nu Metal und Crossover-Sound überzeugen. Ihre Texte, mal auf Deutsch, Dänisch oder Englisch, behandeln Themen wie Schönheitswahn, Extremismus und Gesellschaftskritik. Ihre energiegeladene Performance zieht auch Besucher von anderen Events an.

Nach den Konzerten findet die Tombola statt. Neben Shirts und CDs gibt es als Hauptpreis eine goldene Schallplatte, signiert von allen Künstlern. Den Abschluss bildet die Rock’n’Metal-Party „Praxis Dr. MosH“. Die Veranstaltung wird als voller Erfolg gewertet, mit viel Lob und bereits Bewerbungen für weitere Ausgaben. Die Einnahmen unterstützen Metality-Projekte, und viele Gäste hoffen auf eine Fortsetzung dieses besonderen Abends.